Kommunalwahlen 16. März: Liste 4

Natur und Landschaft schützen – Heimat bewahren

Die schöne Lage im Alpenvorland macht wesentlich die Attraktivität von Bad Aibling als Wohnort, als Tourismus/Kurort und Firmenstandort aus. Im behutsamen Umgang mit der Flächennutzung haben Ökologie und Ökonomie insofern grundsätzlich das gleiche Ziel.

 

Die natürliche Lebensgrundlage sichern

Über allem steht die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen – sauberes Trink-Wasser, gute Luft, gesunde Böden und Artenvielfalt.

  • Die Trinkwasserversorgung gehört zur kommunalen Daseinsvorsorge und darf auf keinen Fall den Profitinteressen von Konzernen überlassen werden. Zur Versorgung mit gutem Trinkwasser müssen wir langfristig denken – ausreichend Trinkwasserschutzgebiete ausweisen und in diesen Gebieten den Ökolandbau vorrangig fördern.
  • Zu einer guten Flächennutzungsplanung gehört auch ein Mobilfunkvorsorgekonzept der Stadt, das Auskunft gibt über die vorhandene Belastung und zu einer vernünftigen Anordnung von Sendemasten führt, nach dem vorbildlichen Konzept von Weyarn.
  • Wie viel Beleuchtung ist notwendig und sinnvoll? Zu viel Beleuchtung ist störende Lichtverschmutzung, eine Belästigung, unnötige Kostenbelastung und Stromverschwendung. Wir wollen den Sternenhimmel über der Stadt sehen!
  • Wir werden uns auch zukünftig dafür einsetzen, dass nicht nur technischer Hochwasserschutz durch Erhöhung der Deiche unsere Siedlungen schützt, sondern auch der ökologische Hochwasserschutz in der Fläche, an den Bächen und Gräben in den Auen verstärkt stattfindet. Die Renaturierung von Bächen und Gräben, ungenutzte Uferstreifen, die Revitalisierung des Madau-Auwaldes und des Pullacher Auwaldes werden wir einfordern. Durchgängige, saubere, strukturreiche Fließgewässer mit ausreichenden Restwassermengen werden von den Naturschutzverbänden, den Fischern und Kanuten, aber auch längst von den Fachbehörden, gefordert. Bei uns finden sie Unterstützung!

Mehr Natur in der Stadt

Wer schöne Naturerlebnisse, Ruhe und Freizeitspaß gleich vor der Haustür, in der Stadt oder stadtnah haben kann, muss sich gar nicht so oft ins Auto setzen und entfernte Ziele zur Erholung anfahren.

  • Alle öffentlichen Flächen in der Stadt sollten daraufhin überprüft werden, wie sie artenreicherextensiver und somit auch kostensparender bewirtschaftet werden könnten. Mehr naturnahe öffentliche Grünflächen in den Parkanlagen, als Weg- und Straßenbegleitgrün, an Ufern, an Parkplätzen und in der Grünordnung von Bebauungsplänen sind uns ein dringendes Anliegen. Vor dem Hintergrund des massiv stattfindenden Artenschwundes müssen wir auch in der Stadt mehr Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen. Das ist nicht nur gut für Flora und Fauna, sondern auch für die Lebensqualität von uns Bürgern. Ästhetik, Lufthygiene, Schatten unter Bäumen, Temperaturausgleich, Anpassungsfähigkeit an die Folgen des Klimawandels, die wir zu spüren bekommen werden, sind in diesem Zusammenhang gewichtige Argumente.
  • Warum nicht mal einen Wettbewerb für Naturgärten ausloben, um die gemeinnützige Bewegung der Naturgärtner zu unterstützen?
  • Viele Aiblinger und viele Gäste bewundern die Heilkräuterbeete in der Stadt. Dieses Thema stößt auf viel Interesse und sollte in unserer Kurstadt ausgebaut werden. Allgemein finden Wildblumen, Wildkräuter und Gräser immer mehr Liebhaber. Das ist gut so und zeigt sich auch in einem entsprechend wachsenden Angebot der Gärtnereien. Die artenreichen, naturnahen Einsaaten an den Mangfalldeichen locken Scharen von BlumenpflückerInnen an, erfreuen SpaziergängerInnen, RadlerInnen und Insekten.
  • Mehr Wildsträucherhecken am Siedlungsrand und in den Gemarkungen, mehr Blühstreifen und Blumenwiesen, mehr artenreiche Saumgesellschaften ernähren unsere Bienen und Insekten und halten sie gesund. Ohne deren Bestäubungsservice für Nutzpflanzen, werden wir, wenn die Bienen weiter so sterben, herbe Ertragsverluste erleiden. Wie können wir als Stadt die Imker unterstützen?
  • Ohne Vögel bleibt der Frühling stumm. Dach- und Fassadenbegrünungen müssen zukünftig schon im Rahmen der Bauleitplanung viel mehr gefordert werden. Wir finden, Mauersegler, Hausspatzen, Wasseramseln, Teichhühnchen, Eisvögel und auch Biber (mit gutem Management), bereichern unser Leben in der Stadt. Sie sollen bei uns in der Stadt leben dürfen, Nistgelegenheiten vorfinden und keiner Hatz ausgesetzt sein. Der Biber im Mühlbach hat große und kleine Naturbeobachter angezogen und bereitwillig Schwimmvorführungen gezeigt – ganz umsonst.
  • Grünpatenschaften, auch von Schulen, fördern Verantwortungsbewusstsein und senken Pflegekosten. Wir sind dafür.
  • Naturspielräume für Kinder und Jugendliche z.B. am Ablass (unterhalb Thürham, wo der Mühlbach von der Glonn abgetrennt wird) sollten verbessert und gesichert werden. Als Ausgleich für immer mehr schulische Anforderungen/Überforderungen, für ein Übermaß an Medienkonsum, Bewegungsarmut und Naturentfremdung, sind solche “wilden” Bereiche zum freien Spielen und Toben, auch außerhalb von Vereinsstrukturen, ohne pädagogische Anleitung und ganz ohne Spielgeräte, bitter notwendig.